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07.07.2015

Großes Sommerreitturnier auf dem Turnier in Flintholm

Bericht der EZ vom 07.07.2015: Sabine Bremer gewinnt Großen Preis

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Sabine Bremer triumphierte auf der 16-jährigen Holsteiner Schimmelstute Octavia (RFV Gettorf-Eckernförde-Dän. Wohld) im S*-Springen mit Stechen.


Kleinwaabs |
Hunderte von Zuschauern warteten auf den Höhepunkt der 64. Pferdeleistungsschau im Reitpark Kleinwaabs/Flintholm, das S*-Springen mit Siegerrunde. Nach der Auszeichnung des Ehrenvorsitzenden des Turnier-Ausrichters RV Waabs-Langholz, Peter Hoff, bewarben sich namhafte Reiter aus Hamburg und Schleswig-Holstein um den begehrten, mit 1  500 Euro dotierten „Großen Preis von Waabs“. Am Ende triumphierte mit Sabine Bremer auf Octavia eine Amazone des RFV Gettorf-Eckernförde-Dänischer Wohld, die im Stechen einen Husarenritt hinlegte und mit der schnellsten Zeit vor der Siegerin von 2012, Lena Timm auf Carmencita (RV Breitenburg/Itzehoe) und dem Spanier Antonio Montanchez Garcia auf Timpex Apoleon ins Ziel kam. Die Hindernisse des von den Parcoursbauern Otmar Schmid und Thomas Stahl entworfenen S*-Umlaufs hatten eine Höhe von 1,40 Meter und der Dreifachoxer eine Tiefe von 1,60 Meter. Das Stechen erreichten fünf Reiter.

Mit einem Doppelsieg des RV Waabs-Langholz endete die Dressurprüfung der Klasse M**, denn mit der Wertungsnote 7,70 setzte sich die Favoritin, Rabea Juhl auf Legolas vor dem Portugiesen Pedro Matos auf Hollywood durch, der zuvor in der M*-Dressurprüfung auf Dieffenbach und Redfort einen Doppelsieg landete. Die Stilspringprüfung der Klasse L entschied Femke Schulz auf Wodan (RV Waabs-Langholz) für sich, vor Karolin Jubt auf Carlotta (RV Am Wittensee).


Erfolgreichste Akteure des Turniers waren mit drei Siegen und je einem zweiten und dritten Rang Anna-Magdalena Büsch auf Quattro (RV Waabs-Langholz), die am Sonntag noch den dritten Platz in der Dressurprüfung Klasse L*-Kandare errang, sowie Peter Jakob Thomsen (RuFV Südtondern/ Leck), der ferner zwei Mal Rang vier belegte – auf fünf verschiedenen Pferden.

„Diese drei Turniertage waren ein richtiges Reiterfest bei bestem Wetter. Wegen der Wärme sind einige Meldungen zurückgezogen worden, das tat der Veranstaltung jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil, so hatten wir den Zeitplan fest im Griff und es kam kein Stress auf“, sagt die rundum zufriedene Organisatorin Friederike Gräfin zu Lynar-Lassen.


Wieder einmal waren es die Kleinsten, die mit dem Führzügel-Wettbewerb das größte Zuschauerinteresse weckten. Hier siegte Katie Marie Möller auf Florissa mit der Traum-Wertungsnote 8,00 vor der Vorjahrssiegerin Liev Silja Ströh auf Pea Flinder (RG Augustenhof; 7,80). Im Stilspringwettbewerb trumpfte Martine-Michelle Plett (RV Waabs-Langholz) groß auf. Auf Claudio’s Reaka siegte sie mit der Wertungsnote 7,80 und belegte zudem auf Dream West Rang drei (7,30).


Bericht der EZ vom 06.07.2015: Büsch mischt die Dressurszene auf

Bild: Dreimal Gold und einmal Silber in der Dressur holte die für den RV Waabs-Langholz startende Eckernförderin, Anna-Magdalena Büsch (31).

Kleinwaabs | Bei idealen äußeren Bedingungen wurden an zwei von drei Turniertagen 20 Prüfungen im Reitpark Flintholm – nicht ohne Überraschungen – absolviert. Allein am Freitag gelangen dem Lindewitter Peter Jakob Thomsen mit vier verschiedenen Pferden drei Siege und einmal Rang zwei. Die gleiche Anzahl an Medaillen konnte die Eckernförderin Anna-Magdalena Büsch (RV Waabs-Langholz) einheimsen, allerdings am Freitag und Sonnabend mit einem Pferd, dem siebenjährigen Holsteiner Hengst Quattro.

Zunächst setzte sich die 31-jährige Anna-Magdalena Büsch in der Dressurprüfung der Klasse L*-Trense mit der Wertungsnote 7.80 vor der Favoritin aus Süderbrarup, Susanne Hein (7.70) durch. Die neun Bestplatzierten dieser Prüfung qualifizierten sich für die folgende Dressurprüfung der Klasse L*-Kür, in der Hein den Spieß umdrehte, auf die kombinierte Wertnote 15.70 kam und mit großen Vorsprung Büsch (13.70) auf Rang zwei verwies. Einen Tag später feierte Büsch noch Siege in zwei weiteren Dressurprüfungen.


Der von Platzwart Axel Delfs gut präpariere Reitpark sowie die Anordnungen der Parcoursbauer Otmar Schmid und Thomas Stahl waren die Grundlage für hochklassigen Reitsport, der vom Stadionsprecher Kai Stoßberg (Plön) begleitet wurde. Die Meldestelle wurde von Gerhild Schiller besetzt.


Die vielen Meldungen sorgten dafür, dass zahlreiche Prüfungen in zwei Abteilungen aufgeteilt werden mussten. Zudem bedeuteten die 117 verschiedenen Vereine ein Rekordergebnis. „Ich glaube, es liegt daran, dass einige Turniere erst am Sonnabend beginnen und viele eben am Freitag schon mal bei uns auftreten“, erklärt die Vorsitzende des RV Waabs-Langholz, Friederike Gräfin zu Lynar-Lassen. Bei einem spektakulären Sturz an Hindernis 7B kam Julia Greve auf Bella Calazia (RuFV Felm) zwei Tage nach ihrem Geburtstag mit einem blauen Auge davon. „Ich habe mich eigentlich mehr erschrocken“, atmete sie, gemeinsam mit dem gesamten Publikum erleichtert auf.


Erste Gewinnerin des Turniers war Mandy Sörensen (RFV G-E-DW). Auf Castiel setzte sie sich mit der Wertungsnote 7.80 in der Dressurpferdeprüfung Klasse A durch. Leonie Mohr auf Captain Orion (RV Waabs-Langholz) folgte mit dem Sieg in der Dressurpferdeprüfung Klasse A, ehe Lilli Silz auf Badenixe (RV Waabs-Langholz) nach mehrjähriger Pause mit dem Erfolg in der Springpferdeprüfung Klasse A** und der Note 8.20 ihr Comeback feierte. Marie Gerdes auf Lorbas und Carlotta Franz auf Crisby (beide RV Am Wittensee) siegten in der Springprüfung Klasse A*, während in der schwierigen Punkte-Springprüfung Klasse M* Paul Moritz Ahlmann auf Curly Sue (44.00 Punkte/44.61 Sek.) und Jens Kloth auf Elando (44.00/52.69) einen Doppelerfolg für den RC Damp landeten.


In der mit Spannung erwarteten vierten Qualifikation der 6. Champ-Mannschafts-Trophy standen sich elf Teams gegenüber. Mit seinem ersten Tagessieg auf der diesjährigen Tour verbesserte sich der RuFV Felm in der Besetzung Frederike Sawade auf Coraco, Thea Struck auf Cormina, Larissa Buttkus auf Corner und Hannah. Da sich auch die Führenden, RSF Looper Holz (5.) und ORV Malente-Eutin (2.) jedoch ebenfalls gut platzierten, müssen die Felmer den Kampf um den ersten Gesamtsieg auf nächstes Jahr verschieben.